Die Schönheit der Überforderung

von Roman Lüttin

Die Donaueschinger Musiktage sind das wohl bedeutendste Festival für zeitgenössische Musik. In diesem Jahr war ich als Teilnehmer des „Next-Generation“-Programms erstmals vor Ort. Das Programm bietet jungen Komponist*innen, Interpret*innen und Wissenschaftler*innen die Möglichkeit, Konzerte des Festivals zu besuchen, sich in Seminaren und Diskussionsrunden mit den Uraufführungen auseinanderzusetzen und in das Netzwerk der vermeintlich „Erwachsenen“ einzutauchen. Wie das Festival meinen Blick auf die Szene der Neuen Musik veränderte:

1. Extreme Publikumsreaktionen sind in diesem Jahr offensichtlich out. Jubel gibt es kaum, Buhrufe noch weniger. Es ist wohl alles ganz okay, findet das fachkundigste Festival-Publikum Deutschlands. Ich dagegen reagiere extrem. Extrem positiv auf das Werk der geschichtenerzählenden Malin Bång (splinters of ebullient rebellion) und auf das bizarr-ernsthafte Konzert für Solo-Elektronik und Orchester von Marco Stroppa (Come Play With Me). Extrem fasziniert bin ich von Enno Poppes Rundfunk und Georges Aperghis‘ Musiktheaterinstallationskunstwerk Thinking things. Beide Werke sind künstlerische Dialoge mit der Vergangenheit – Aperghis wagt dabei (glücklicherweise) auch einen Blick in die Zukunft. Der einzige Komponist, den auch das Publikum wirklich feiert, ist Koka Nikoladze. Er stellt in seiner Komposition 21.10.2018 die Unmittelbarkeit in den Fokus: Unmittelbar Musizieren, Improvisieren, aufeinander Reagieren. Und das konnten die Mitglieder des Klangforum Wien! Neben dem Klangforum überzeugte in Donaueschingen vor allem das Symphonieorchester des SWR. Im Abschlusskonzert wurden die Musiker*innen von Benedict Mason nicht nur durch die Baar-Sporthalle von A nach B geschickt, sondern regelrecht getrieben – von A nach D, von C zu D, von E zu A. Hochkarätige Ensembles sind die halbe Miete für ein Festival – und von denen gab es in Donaueschingen viele.

2. Donnerstag, ein Tag vor Festivalbeginn. Zwischen Trossingen und Donaueschingen stellt sich der künstlerische Leiter Björn Gottstein im Reisebus den Fragen des Next-Generation-Programms. Fragen zu einzelnen Künstler*innen, zur Programmgestaltung, zu internen Abläufen. In seinen Antworten wird deutlich: Gottstein bemüht sich um ein gender- und generationensensibles Programm, er diskutiert mit den Studierenden über die Einführung einer Quote, klärt offen über die Schwierigkeiten geschlechtergerechter Programmplanung auf. Eigentlich sympathisch, aber: Die „eigenen“ Konzerte der Next-Generation-Teilnehmer*innen, ehemals einstudiert und uraufgeführt von Studierenden der Musikhochschule Trossingen, sind 2018 und auch 2019 gestrichen. Die Mittel fehlen, so die offizielle Begründung. Die Teilnehmenden des Nachwuchsprogramms sind enttäuscht, manche auch verärgert. In absehbarer Zukunft sind Konzerte der jungen Generation nicht mehr vorgesehen – ein falsches Signal.

3. Jedes Festival hat einen Rockstar, in diesem Jahr heißt er Enno Poppe. Mit seinem 60-minütigen Werk Rundfunk verwandelt er die Erich-Kästner-Halle am Samstagnachmittag zu einem sakralen Assoziationsraum. Gemeinsam mit acht Toningenieuren und deren Synthesizer-Setup rekonstruiert und rekombiniert er die Rundfunkklangwelten der 60er, 70er und 80er-Jahre. Am Tag vor der Uraufführung sitzt Poppe im Stockhausen-Saal der Donauhallen. Er spricht mit den Studierenden über Struktur in der (Neuen) Musik, über sein Verständnis von Ästhetik und was gute Musik seiner Meinung nach ausmacht:

„Music is something that is intense all the time, so if it’s not intense, it is not interesting. And if there is no structure, it won’t become intense.“

Tatsächlich ist seine Musik „intense“: Zunächst zerlegt er die historischen Klänge aus den Rundfunkstudios. Die Hommage an das Radio beginnt langsam, doch Poppe schichtet und koppelt die einzelnen Klangatome immer schneller zu einem farbig-wuchtigen Amalgam. Die neun Männer in knallig-orangefarbenen Hemden erinnern bei ihrem Streifzug durch die elektronische Soundgeschichte durchaus an Kraftwerk. Doch es sind nicht Menschen und Maschinen. Bei Poppe und dem ensemble mosaik überzeugt die reaktive und spontane Virtuosität – Menschen an Maschinen! Nach etwa 40 Minuten überfahren mich die dicht geballten Klangwände und ich verliere jegliche Orientierung im Saal. Dabei hatte mich Poppe bereits in seinem Programmheftbeitrag zu Rundfunk gewarnt:

„In dem Moment, wo ich nicht mehr verstehe, was geschieht, entsteht Kunst. Die Schönheit liegt in der Überforderung.“

Die Schönheit von Rundfunk liegt für mich jedoch nicht nur in der Überforderung. Sondern auch und vor allem in der so starren und gleichzeitig alles hinterfragenden Struktur.

Beethoven und die Musik der ganzen Welt

von Karl Ludwig

Am 10. September 1821 berichtet Ludwig von Beethoven seinem Verleger Tobias Haslinger von einem Traum: „Während ich nun schlummere, so träumte mir, ich reiste sehr weit, nicht weniger nach Syrien, nicht weniger nach Indien, wieder zurück nicht weniger nach Arabien, endlich kam ich gar nach Jerusalem.“ Besonders das ferne Indien beflügelte okzidentale Träume im Europa des 19. Jahrhunderts. Opern, Salonstücke und Gassenhauer waren mit dem süßen Duft unbekannter Fremde umhüllt. Tanz, Gesang und die atmosphärische Tanpura verleiteten zu traumhaften Projektionen. Heute muss man für diesen Traum gar nicht mehr weit reisen, denn es reicht für manches schon der Blick auf YouTube:

Längst schon ist Beethoven ganz real in der ganzen Welt unterwegs. Als Inbegriff westlicher Kunstmusik ist er im fernen Osten genau so zu Hause wie im Westen. Der Kanon klassischer Kunstmusik hat sich auf dem ganzen Erdkreis verbreitet. Das aber scheint auch Beethoven selbst, musikalischer Träumer der er war, schon geahnt zu haben. „Nun fiel mir während meiner Traumreise folgender Kanon ein: Eine einstimmige Melodie auf den Namen des zu beschwichtigenden Verlegers – ‚O, Tobias Haslinger‘.“ Mit diesem Rundgesang flog Beethoven also um die Welt.

Um den Welthit „Für Elise“ rankt sich eine unermessliche Fülle an Interpretationen. Bürgerstöchter in Wohnzimmern, Reisende auf Flughafenklavieren, Trinker auf Leierkästen, in Orchesterfassungen, mit Chor, scherzhaft, klimpernd, sentimental, angeberisch; in tausend Stimmen vereint das Stück Musikkulturen. Zu fragen wieviel Beethoven in jeder dieser Stimmen noch steckt oder wieviel indische Improvisationskunst in diese Fassung von Debojyoti Chakraborty gelegt wurde, ist müßig. Undurchdringlich sind die Routen des Traumes, und jedes Stück gelangt früher oder später wieder bei sich selbst an: „Allein kaum erwachte ich, fort war der Kanon und es wollte mir nichts mehr davon ins Gedächtnis kommen.“

„Gemäß dem Gesetz der Ideenassoziation …“

Zum Glück haben wir heute das weltumspannende Archiv YouTube und mit ihm eine Musik- und Interpretationsfülle, die Beethoven sich nicht hat träumen lassen – und das in den virtuellen Weiten heutiger Tage zu Netzfundstücken wie diesem führt. Wir klicken uns assoziativ von Video zu Video und entdecken die ungewöhnlichsten Dinge. Ein bisschen folgen wir dabei dem gleichen Gesetz wie der Komponist selbst, der seine Melodie wiederfand, indem er „die gestrige Traumreise wieder, jetzt wachend, fortsetzte“: „Siehe da“, schreibt er, „gemäß dem Gesetz der Ideenassoziation fiel mir wieder jener Kanon ein.“

Der erste internationale Beethovenpreis wurde 2015 übrigens an den Syrer Aeham Ahmad verliehen.

Top 5 Musikstücke im Schatten

Von Sebastian Herold

Wie Leuchttürme ragen sie auf vor dem weiten Horizont der klassischen Musik: Werke, die als „Meisterwerke“ betitelt, heiß geliebt und oft gespielt werden, die sich scheinbar unauslöschlich in den Kanon eingebrannt haben. Doch verstellen diese herausragenden Stücke manchmal den Blick auf ihre Umgebung, sodass andere Stücke, obwohl sie nicht völlig unbekannt und auch nicht zwangsläufig unterschätzt sind, in ihrem Umfeld untergehen. Hier nun unsere Top 5 der Werke, die im Schatten ihrer großen Geschwister stehen.

5. Bachs C-Dur-Fuge aus dem „Wohltemperierten Klavier“, Bd. 1

Es ist es ja nicht so, dass das „Wohltemperierte Klavier“ an sich unbekannt wäre. Doch hat vor allem ein Stück daraus den Sprung in die internationale Berühmtheit geschafft: das erste Präludium in C-Dur BWV 846 – eine minimalistische harmonische Meditation, über die Charles Gounod 130 Jahre später die berühmte „Ave Maria“-Melodie legte. Im Vergleich tut sich die C-Dur-Fuge, obwohl sie eigentlich mit dem Präludium zusammen ein Paar formiert, schon ein wenig schwerer. Symptomatisch dafür kann ein Konzert stehen, das ich neulich besuchte: Nachdem der Pianist als Zugabe das C-Dur-Präludium vollendet hatte, musste sich die zugehörige Fuge für einen kurzen Moment gegen den schon ansetzenden Applaus durchsetzen.

4. Mozarts kleine Gigue G-Dur KV 574

Das Gesamtwerk eines Komponisten wie Mozart ist so umfangreich, dass zwangsläufig manches im Schatten der (vielen!) Leuchtturm-Stücke steht. Völlig subjektiv greife ich diese faszinierende kleine Gigue heraus. Mozart bedient sich hier barocker Stilmittel, das Thema ähnelt einzelnen Themen von Händel und Bach. Gleichzeitig vermengt er den alten Kontrapunkt mit seinem individuellen Zugriff und schafft somit ein gewitztes, ziemlich zeitloses Stück mit ein paar metrischen Verwirrspielen.

3. Rachmaninows 4. Klavierkonzert

Im Vergleich mit seinem zweiten (1900/1901) und dritten (1909) Klavierkonzert wird das vierte selten gespielt: 1914 begann Rachmaninow die Komposition und beendete sie erst nach über zehn Jahren, dann revidierte er das Werk nochmals im Jahr 1941. Rachmaninows Musik klingt hier durchaus ‚moderner‘, auch ruppiger als in den vorangehenden Konzerten. Er reichert das Stück mit ungewöhnlicheren harmonischen Verbindungen an, und doch gibt es die gewohnten Höhepunkte und weit ausgespannten Melodiebögen. Vielleicht ist es diese Mischung, die das Stück stilistisch schwerer greifbar macht als seine vorangegangenen Konzerte.

2. Schumanns Lied „Auf einer Burg“ 

Der Liederkreis op. 39, zu dem dieses Lied gehört, ist zwar einer der bekanntesten Schumann-Zyklen. Doch die „Mondnacht“ löste sich als Einzelstück aus dem Zyklus heraus und wurde über diesen Kontext hinaus berühmt. In diesem Sinne stehen einige der übrigen 11 Lieder des Zyklus zumindest ein bisschen in deren Schatten. Wiederum ganz subjektiv greife ich „Auf einer Burg“ heraus, an dem mich ganz besonders die reibungsvollen Klängen faszinieren, die Schumann auf den Worten „Krause“ und „Jahre“ erzeugt (und an den analogen späteren Stellen).

1. Tschaikowskis 2. Klavierkonzert

Dass Pjotr Iljitsch Tschaikowski mehrere Klavierkonzerte geschrieben hat, lässt sich leicht vergessen, wenn man sich die Spielplangestaltung der Konzertinstitutionen anschaut. Wenige Jahre nach seinem ersten Klavierkonzert b-Moll (1874/75) folgte 1879/80 sein zweites in G-Dur, das sich ebenso sehr zu hören lohnt! Nun könnte man natürlich sagen, dass das b-Moll-Konzert eben doch eine größere Fülle an markanten Momenten und einprägsamen Melodien hat, schon wenn man die Anfänge der beiden Konzerte vergleicht. Aber gleichzeitig kann man sich fragen: Sind einprägsame Melodien aufgrund ihrer kompositorischen Anlage einprägsam, oder weil wir sie seit Jahren, seit Generationen immer wieder hören, sie lieb gewonnen haben und sie sich somit schlicht und einfach in unser musikalisches Gedächtnis eingeprägt haben?

Wie auch immer: Die Faktoren, warum ein Stück enorme Bekanntheit erlangt, ein anderes aber nicht, sind vielfältig und komplex, und oft nicht völlig nachzuvollziehen. Freuen wir uns also über viele tolle „Leuchttürme“ – und darüber, dass es daneben noch viel mehr zu entdecken gibt!

Musik an – und jetzt?

Von Sophie Emilie Beha

Musik hören ist einfach. Musik an, Ohren auf, fertig. Wirklich, das war’s? Obwohl wir ständig von Musik umgeben sind und ihr zuhören, quasi unser tägliches Brot, frage ich mich doch wie das funktioniert. Wie hört man „richtig“ zu? Schließlich müssen wir es ja können, wenn wir über sie urteilen wollen.

Problem 1: Wieso, weshalb, warum?

Zuerst einmal muss die Maxime differenziert werden. Höre ich Musik, weil ich über ihre Qualität ein Urteil fällen will? Oder aus Lust oder Interesse an ihr, weil ich die Interpretation oder die Künstlerin mag oder Entspannung suche?

Laut der Musikvermittlerin Barbara Balba Weber ist die klassische Musikwelt bis heute noch von einer Kategorisierung der Nachkriegszeit geprägt. Danach teilen sich die Hörer in Experten und Ungebildete auf. Die Einen hören Musik um der Struktur willen, die Anderen wegen den Emotionen, die dabei in ihnen ausgelöst werden. Ich habe aber nicht das Gefühl, dass sich das so einfach definieren und erklären lässt.

Problem 2: Hirn an

Musik ist nicht nur die flüchtigste aller Künste, sondern auch unendlich komplex. Das ist keine Neuheit. Aber deshalb brüten wir über Autographen, vergraben unsere Köpfe in musiktheoretischen Schriften, studieren die Geschichte und musikalische Struktur, philosophieren über das politische und soziale Umfeld. Alles, um den Grund für ihre Kraft zu finden. Doch gelingt das? Manchmal habe ich das Gefühl, je mehr wir wissen, desto weniger einfach ist die Musik. Je mehr ich versuche sie durch ratio zu begreifen, desto mehr entzieht sich ihre Gesamtheit und Magie. Übrig bleiben einzelne Noten in einem Käfig von tonalen Beziehungen. Das Wissen über Musik kann also den Hörspaß beeinträchtigen, es kann ihn aber auch fördern oder kaltlassen.

Problem 3: All these feelings

Drehen wir den Spieß um: Wir schalten den Kopf aus und konzentrieren uns rein auf die inneren Empfindungen. Können wir nun mitfühlen, ohne dabei das Musikstück selbst, den Rahmen, zu vergessen? Kann es sein, dass wir die Musik mit unseren Emotionen übermalen und verdrängen?

Ein Vorschlag

Musikpsychologe Andreas C. Lehmann wagt eine steile These: „Man kann allgemeiner vermuten, dass die Ablehnung einer bestimmten Musik aufgrund fehlender Kategoriesysteme, unzureichend ausgebildeter kognitiver Werkzeuge zur angemessenen Verarbeitung, falscher Wahrnehmungserwartungen oder wegen misslungener Funktionalisierung des Gehörten erfolgt.“ Können wir Musik nicht auch aus anderen Gründen ablehnen? Weil sie uns nervt oder banal erscheint, weil wir mit ihr etwas assoziieren, das in uns Unbehagen auslöst?

Vielleicht ist das, was uns fehlt die Geduld. Mit uns und mit der Musik. Wenn wir uns zu sehr auf das „richtige“ Hören versteifen, ist die Musik schneller weg, als sie erklingt. Trotzdem sollten wir akzeptieren, das sich nicht jedes Werk beim ersten Hören in seiner Gänze erfassen lässt.

Was mache ich hier überhaupt?

Von Sophie Emilie Beha

Musikjournalistischer Alltag? In letzter Zeit so gut wie nicht vorhanden. Die vergangenen fünf Monate habe ich im Auslandssemester verbracht. Natürlich war ich dort auch ab und an in der Oper oder im Konzert, geschrieben habe ich aber selten darüber. Die Prioritäten waren umsortiert: An die Stelle vom Schreiben über Musik traten eine neue Sprache und mir unbekannte Orte.

Trotzdem habe ich mir immer wieder eine Frage gestellt, die nun Zeit und genügend Distanz endlich zugelassen haben:

Warum bin ich Musikjournalistin? Kann ich damit in irgendeiner Form die Welt verbessern? Sollte ich nicht lieber einen Beruf ergreifen, der eine größere gesellschaftliche „Relevanz“ besitzt wie Ärztin, Aktivistin oder Politikerin? Claudio Abbado meinte einmal, alle Musikkritiker sollten besser Metzger werden. Hatte er Recht?

Braucht jeder Beruf „Relevanz“?

Wann ist ein Beruf nützlich, sinnvoll, wichtig? Wenn er gesellschaftliche „Relevanz“ hat und das Potenzial, Menschen, Institutionen und Umstände zu ändern? Aber muss das wirklich jeder Beruf? Die „Relevanz“ erreicht doch gerade in der Kunst eine andere Ebene. Was ist eine Gesellschaft ohne Kunst? Ist es nicht daher zwingend notwendig, dass Kunst und auch die Kritik an ihr zweckfrei stattfinden können?

Musikjournalismus kann mit Kenntnissen über Repertoire und Historie eine qualifizierte Zweitmeinung liefern. Er analysiert und seziert die Musik, zerstückelt sie in alle Einzelteile, um sie dann wieder zu einer großen Abstraktion zusammenzusetzen. So kann er das erhellen, was im Dunkeln liegt, Unverständnis und Vorurteil durch Ordnung aus dem Weg räumen. Meine Arbeit als Musikjournalistin halte ich für sinnvoll. Gerade in politisch stürmischen Zeiten brauchen wir Kunst. Als Sandkasten, wo wir die Freiheit haben, Burgen zu bauen und sie wieder zu zerstören und als Form der Kritik.

Stinkbomben und Tattoos

Skandal auf dem Grünen Hügel. Ohne geht es bei den Bayreuther Festspielen oft nicht. Wir haben die Top-Five zusammengestellt.

Von Sophie Emilie Beha

1. Patrice Chéreau: Der Jahrhundertskandal (1976)

Supergau! Die Ring-Inszenierung von Patrice Chéreau sahnte erst einmal Buhrufe, Publikumsprügeleien und Trillerpfeifenkonzerte ab. Sogar Stinkbomben flogen durch die Luft. Der Auslöser: Chéreau (31) verlegte das Werk in die Zeit seiner Uraufführung, der Frühindustrialisierung des 19. Jahrhunderts. Damit entmythologisierte er den Ring und trieb eingefleischte Wagnerianer zur Weißglut.

Es folgten Forderungen die Inszenierung abzusetzen („Werkschutz für Wotan“). Flugblätter, Vereine und Unterschriftensammelaktionen drohten den Festspielen mit Geldentzug. Noch radikaler waren die beleidigten Besucher bei Wolfgang Wagner, dem damaligen künstlerischen Leiter: Er bekam Morddrohungen.

Doch so sehr sich die Skandaltreiber auch ärgerten und aufregten – Chéreau, als jüngster und erster ausländischer Regisseur, schuf modernes Regietheater. Seine Inszenierung anlässlich des 100. Jubiläums war letztlich fünf Jahre lang in Bayreuth zu sehen und der 80-minütige Applaus nach der letzten Vorstellung ist heute so legendär wie der Skandal.

2. Evgeny Nikitin: Der Hakenkreuzträger (2012)

Absage trotz Idealbesetzung: Wenige Tage vor der Eröffnungspremiere sagte Evgeny Nikitin seine Titelpartie für den Fliegenden Holländer ab. Grund dafür war ein Beitrag in der ZDF-Kultursendung „aspekte“. Er zeigt Filmaufnahmen von Nikitin in einer Heavy-Metal-Band – wie er mit nacktem Oberkörper Schlagzeug spielt, SS-Runen und ein Hakenkreuz, die auf seine Brust tätowiert sind. Mir war die Tragweite der Irritationen und Verletzungen nicht bewusst, die diese Zeichen und Symbole besonders in Bayreuth und im Kontext der Festspielgeschichte auslösen“, veröffentlichte der Sänger auf der Festspielseite.

Etwa eineinhalb Wochen später teilte Nikitin in einer Mitteilung der New Yorker Metropolitan Oper mit, dass die Zeichen auf seiner Brust von skandinavischer Musik und Metal-Mythologie beeinflusst wären, er trage aber keineswegs ein Hakenkreuz und bedauere die Falschinterpretation. „Ich habe keinerlei Affinität oder Verbindung zu Neonazis oder einer faschistischen Bewegung.“

Mittlerweile prangt auf der Brust des Bassbaritons in leuchtenden Farben ein achtstrahliger Stern mit Wappen.

3. Roberto Alagna: Der Wiederholungstäter (2018)

Wie peinlich! Drei Tage vor Probenbeginn für den Lohengrin zur Eröffnung der Festspiele sagt Tenor Roberto Alagna ab. Dabei hätte sein Rollendebüt wirklich interessant werden können. Der Tenor hat sich bis jetzt auf das französische und italienische Fach spezialisiert, Lohengrin wäre seine erste deutsche Oper gewesen. Im Mai erzählte er dem Magazin „Oper!“ über seine Verwunderung, dass Bayreuth ausgerechnet ihn angefragt habe, und von seiner größten Herausforderung, der Sprache.

Doch laut der Festspielseite hat Alagna seine Partie schlichtweg zu wenig geübt und deshalb im letzten Moment den Rückzieher gemacht. Diese Form von Unprofessionalität erinnert an das Jahr 2006 an der Mailänder Scala, als der Tenor bei der zweiten Vorstellung von Verdis Aida ausgebuht wurde. Er hob den Arm zur Faust und ging von der Bühne. Im Anschluss verklagte er das Theater und ist seitdem nie wieder in Italien aufgetreten.

Piotr Beczala singt für Alagna die Partie Lohengrin.

4. Andris Nelsons: Der Es-ist-unklar-Skandal (2016)

Keine vier Wochen vor Beginn verließ Andris Nelsons, Dirigent der Eröffnungspremiere, die Festspiele. Grund dafür war laut Nelsons „eine unterschiedliche Herangehensweise in verschiedenen Hinsichten.“ Aha!

Wirklich konkreter wurde es leider nicht, angeblich einigten sich Nelsons und die Festspielleitung darauf, keine weiteren Informationen preiszugeben. Also wurde spekuliert: Wollte Nelsons etwa während der Festspiele ein Konzert in den USA dirigieren, was die Leitung missbilligte? Wurden ihm die metallenen, meterhohen, drei Millionen teuren Sicherheitszäune um Haus und Hügel zu viel? Oder war es, was als wahrscheinlicher gilt, Christian Thielemann, Musikdirektor in Bayreuth, der ihm zu sehr in seine Interpretation hineinredete, sich in die Proben einmischte und mitdirigierte?

Wie auch immer: Angela Merkel sagte ihr Kommen zur Eröffnung ab, und Hartmut Haenchen sprang für Nelsons ein.

5. Wim Wenders: Der Filmemacher (2011)

Zurück vom Ring!“ Dieser Aufschrei des Verräters Hagen beendet den Opernzyklus. Offenbar nahm der Filmregisseur Wim Wenders ihn ernst, denn er sagte seine Ring-Inszenierung ab, die zum 200. Geburtstag von Richard Wagner während der Festspiele 2013 geplant war. In der gemeinsamen Erklärung der Festspiele und Wenders ist von „unterschiedlichen Vorstellungen beider Seiten“ die Rede, „die nicht in vollem Umfang zu der nötigen Übereinstimmung gebracht werden konnten“. „Aus Gründen der Vertraulichkeit“ gab es keine weiteren Details.

Wenders hatte sich kurz davor in seinem 3D-Film Pina bereits an Mythen abgearbeitet. Begeistert von den neuen technischen Möglichkeiten kündigte er an, auch die Bayreuther Festspiele in ein Filmstudio verwandeln zu wollen, um so seinen Ring in 3D für die Nachwelt erfahrbar zu machen. Hier lagen wohl die Meinungsverschiedenheiten mit den Wagner-Schwestern, Katharina Wagner und Eva Wagner-Pasquier, Bayreuths Chefinnen.

Allerdings sollte es seine erste Operninszenierung werden, zudem waren an den Jubiläums-Ring ähnlich hohe Erwartungen geknüpft wie an den Jahrhundert-Ring von Patrice Chéreau.

Sind wir nur Schmarotzer?

Von Max Rosenthal

„Eigentlich können mir aber doch Aesthetiker, Recensenten, und wie sie alle heißen, gestohlen werden, sie sind zu faul und leben von Andrer Glück, könnten selbst doch Handwerker geworden sein, und wenigstens ordentliche Tische machen.“ – Felix Mendelssohn Bartholdy

Wenn man über Komponisten seine Doktorarbeit schreibt, fängt man irgendwann auch an, sich mit der Person auseinanderzusetzen, die hinter den Werken steht. Da sitze ich also, Schreiberling und Doktorand, und stolpere – im Sitzen – über diese Aussage Felix Mendelssohn Bartholdys. Sicherlich hätte man es, wie eine der zahlreichen überlieferten fragwürdigen Aussagen historischer Personen, einfach abhaken können. Aber was Felix sagt, nehme ich mittlerweile ernst und denke darüber nach. Hat er Recht? Sind Menschen, die über Musik und Musikbetrieb schreiben, Parasiten der schaffenden Künstler?

Über andere urteilen, um damit seinen Lebensunterhalt zu verdienen

Der Gedanke hat einen gewissen Reiz: Denn wer rezensiert, urteilt über andere, um damit seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Und das in den allermeisten Fällen, ohne selbst das „Handwerk“ der Musik gelernt zu haben, zumindest nicht so, wie diejenigen, die beurteilt werden. So gesehen ist es wahr. Wir sind demnach von denjenigen abhängig, die sich jahrelang damit abmühen, ein Instrument zu perfektionieren, sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen und es auf Bühnen zu schaffen, die groß genug sind, damit jemand es für nötig hält, darüber zu berichten. Und dann der entscheidende Moment, in dem wir von unserem gepolsterten Logenplatz herabschauend befinden: nicht gut. Zur falschen Zeit im falschen Medium kann damit die gesamte, lange aufgebaute Karriere nachhaltig ruiniert sein. Und wieso? Weil wir ein paar Euro brauchten, um über die nächste Woche zu kommen. Keine Künstler, keine Kohle.

Mit der Argumentation muss man sich Stück für Stück auseinandersetzen, will man sein berufliches Selbstverständnis zurückgewinnen. Erstens und vorweg ist das Schreiben natürlich auch ein Handwerk, aber weil es fast jeder lernt sind die Grenzen zwischen Können und Nicht-Können sehr viel fließender als beim Musizieren.

Qualifizierte Zweitmeinung

Zweitens erfüllt auch das schreibende Volk eine Funktion im Kulturbetrieb. Nicht ohne Grund hat sich das Berufsbild des Musikjournalisten erst richtig herausgebildet um die Wende zum 19. Jahrhundert, als das Bürgertum langsam erstarkte und mehr teilhaben wollte an dem, was vorher Elitenkultur war. Indem wir schreiben, erfüllen wir ein Bedürfnis nach Information und Vermittlung, und auch nach einer geschulten Einschätzung dessen, was gesehen und gehört wurde. Denn dafür studieren wir ja in den meisten Fällen Musikwissenschaft oder Ähnliches.

Zugleich fungieren wir, drittens, als Regulationsinstrument. Wir liefern Zweitmeinungen, die unabhängig und vielleicht verschieden sind von denen der Verlage, der Labels, der Künstler und der Zuhörer selbst. Und was gefällt, erhält außerdem Publicity, was nicht gefällt, fällt durch. Beförderung des Survival of the Fittest im riesigen Kultursumpf. Andererseits: Wer sind wir, dass wir natürliche Selektion spielen dürfen? Wer hat uns das erlaubt?

Der Ausweg aus dem Dilemma?

Und so kommt man leider wieder zurück zum moralischen Grundproblem. Dass wir als Schreibende von den Künstlern, und manchmal auf ihre Kosten, im wörtlichen Sinne „profitieren“, lässt sich nicht leugnen. Auch wenn das durch gewisse Aufgaben seine Berechtigung hat, bleibt das Dilemma. Einen Ausweg kann man da wohl nur für sich selbst finden, und zwar durch gewissenhafte, informierte, gründlich recherchierte, respektvolle und vor allem nicht überhebliche Arbeit. Denn: Keine Künstler, keine Kohle.

© Engin_Akyurt/Pixabay

Vier Tage raus

Von Jonas Zerweck

Vergangene Woche fand in Brüssel die „European Week of Regions and Cities“ statt. Vier Tage lang Workshops, Networking und Austausch. Vertreter von EU-Förderprogrammen, von privaten Unternehmen und von den vielen Regionen und Städten Europas kamen dort zusammen. An diesen Tagen geht es seit fünfzehn Jahren jährlich um Zusammenarbeit und um Projekte auf kommunaler bis regionaler Ebene. Dass es nicht nur das europaweit größte Treffen von Vertretern der Regionen, sondern sogar weltweit ist, deutet ein wenig die Bedeutung dieser Zusammenkunft an.

Was hat das mit klassischer Musik zu tun? Nichts – nicht mal bei der Preisverleihung des „RegioStar“-Awards, der einzelne Projekte würdigt, wurde Musik gespielt. Doch die Tage in Brüssel haben mich auf eine völlig andere Art und Weise inspiriert, als es Musik kann, dem Gedankenfeld, auf dem ich mich täglich bewege, und das ist eine wertvolle Qualität. Direkte Projekte für die Menschen Europas in Bereichen wie Leben im Alter, Bildung, Umwelt und ähnliches sowie der spürbare Drang von mehreren Tausend Menschen enger zusammenarbeiten zu wollen, tragen ihre eigene Kraft. Solche Erlebnisse reißen den Alltag auf, und gleichzeitig heilen sie ihn, weil sie ihn bereichern. So nehme ich dann eben doch etwas für mein Feld der klassischen Musik mit: Ein Abend bei einem Brüsseler Freund in seiner internationalen WG wirft mal wieder die Europafrage auf – wie gelingt mehr Zusammenhalt und Zugehörigkeitsgefühl zwischen allen Menschen der Europäischen Union? Natürlich bleibt der Abend eine konkrete Antwort schuldig, doch ich muss an die Musik denken, unter den Künsten schließlich die emotionalste: Wenn es um ein fehlendes Gefühl bei den Menschen geht, welche Rolle kann Musik in diesem Prozess spielen? Und umgekehrt, liegt darin nicht auch eine Chance für sie?

© European Week of Cities and Regions

Die Kunst der Überforderung

Von Ricarda Natalie Baldauf

„Ich verstehe das alles nicht!“ Manch ein Besucher von Surrogate Cities/Götterdämmerung an der Wuppertaler Oper ist verärgert. In der Pause wird sich bei einem Glas Prosecco über eine rätselhafte Handlung und diese neuartige Musik von Heiner Goebbels ausgelassen.
Sein Werk von 1994 wird mit dem 3. Akt aus Richard Wagners Götterdämmerung in einen Topf geworfen. Das Bühnenbild ist dreiteilig, vorne und hinten sitzt das Orchester. In der Mitte eine Art Guckkasten, in dem gesungen und geschauspielert wird. Szenen ohne logischen Zusammenhang, so scheint es – und eine duschende Frau auf der Opernbühne, splitterfasernackt. Eine Kamerafrau verfolgt das Geschehen aus ihrem eigenen Blickwinkel, ihre Bilder werden auf eine Leinwand über der Bühne projiziert. All das überfordert.

Für mich sollte Kunst Fragen aufwerfen! In der Beschäftigung mit Musik habe ich diese Momente, in denen mich ihre Kraft schier überrollt, lieben gelernt. Sie kann mich mit Vertrautheit umschmeicheln, mir fremd sein oder abschreckend, meinen Kopf durchwühlen und mein Gefühl angreifen. Für mich ein Mysterium, dem ich nie ganz auf den Grund kommen werde. Und eines, das mich immer wieder mit mir selbst konfrontiert.

Eine Oper, die Wagnisse eingeht, Grenzen überschreitet, wird wohl immer auf Verärgerung stoßen. Sie macht ihr Publikum aber auch zu einem mündigen, das nicht völlig zufrieden aus der Oper spaziert. Wir sollten also nicht vor der Fremdartigkeit zurückzuschrecken, sondern sie willkommen heißen. Es lebe die Überforderung!

© Oper Wuppertal/Wil van Lersel

Wagner-Wahn(sinn?)

Die Top 5 der denkwürdigsten Ereignisse in und um den Wagner-Tempel

 

Von Ricarda Natalie Baldauf

Hojotoho! Einmal im Leben Bayreuther Festspielluft schnuppern: abgehakt. Bevor das Spektakel ganz offiziell anfing, mit rotem Teppich und allem Pipapo, bin ich nun endlich den Grünen Hügel hochgekraxelt, habe mich in Wagners Festspielhaus gezwängt und mir die öffentlichen Generalproben von „Die Walküre“, „Parsifal“ und „Siegfried“ zu Gemüte geführt. Was dabei im Gedächtnis blieb, waren weniger die Inszenierungen, sondern das denkwürdige Drumherum im und um das Festspielhaus:

5. Allerlei Getier
Nicht die zwei in einen Käfig gepferchten lebendigen Truthähne in Castorfs „Die Walküre“ oder die in lebensnahen Krokodilskostümen auf dem Boden herumkrauchenden Darsteller in seinem „Siegfried“. Gemeint ist eine (lebendige) Fledermaus, die es sich wohl während der Spielbetriebspause im Bühnenkonstrukt bequem gemacht hatte und nun, von Wagners Klängen angelockt, außerplanmäßig um das Bühnenbild herumflatterte.

4. Meisters Hundegräber
„Hier ruht und wacht Wagners Russ.“ Richard liebte seine Hunde. So sehr, dass eins der Tierchen direkt neben Herrchens Ruhestätte vor Villa Wahnfried begraben liegt, und ein paar Meter weiter auch der zweite Neufundländer, getauft Marke. Recherchen ergaben, dass Wagners treueste Anhänger zur Festspielzeit nicht nur frische Kränze auf sein Grab legen, sondern auch Hundi mit Kauknochen und Grußkarte gedenken: „Lieber Russ, bewache bitte weiterhin gut unseren Meister Richard.“

3. „Stühle“
Besonders gespannt war ich auf das Innere des Festspielhauses, um dessen Holz-Sitzgelegenheiten sich besonders viele Mythen ranken. Sind die tatsächlich so fürchterlich unbequem, wie Bayreuth-Kenner stets postulieren?
Oh ja! Mein Rücken hat noch immer mit den Spätfolgen zu kämpfen. Zwar wurden irgendwann einmal „Polster“ in die Stühle eingebaut, doch so hauchdünne, dass, in Kombination mit der undankbar geformten und steinharten Rückenlehne, auch die berüchtigten Bayreuther Sitzkissen nicht viel ausrichten können.

2. Wagners Verehrer
Wenn man groß ist, hat man verloren. Nicht nur, weil beim Bau des Festspielhauses anscheinend kein Platz für lange Gliedmaßen vorgesehen war, auch weil man dann unter Umständen dem eingefleischten Stammpublikum, ob der eingeschränkten Sicht auf das Bühnengeschehen, die Zornesröte ins Gesicht treibt. Wer also eine Reise zum Hügel plant und eine übergroße Statur besitzt, dem sei Obacht geraten.

1. Die Legende vom Mohren
Zwischen jedem Aufzug haben die Festspielbesucher eine ganze Stunde Zeit, ihre Glieder zu recken, zu strecken und am Prosecco zu nippen. Besten Speis und Trank gibt es aber nicht auf, sondern am Fuße des Grünen Hügels. Das „Mohren Bräu“ schaut auf eine lange Tradition zurück, geprägt durch die Legende vom Mohren, dort muss man für einen 0,2 l Wein keine 10,80 Euro hinblättern und wird außerdem vom lebensfrohen Wirt unterhalten, der nach dem Servieren von Schnitzel, Pommes und Wurstsalat, wenn der nächste Aufzug naht, glatt selbst den Gong schmettert.